Passt immer gut – Jungs und Bälle: Punkrock-Band-Bowling in den Spreehöfen.
Bowling und Punkrock – geht’s noch gegensätzlicher? Vermeintlich spießig und piefig das eine, laut und unangepasst das andere. Einziger gemeinsamer Nenner: Weder Bowling noch Punkrock sind momentan hip, weder das eine noch das andere entspricht dem schnelllebigen, szenigen Zeitgeist Berlins. Es sei denn, es passiert gleichzeitig: Beim Punkrock-Band-Bowling in den Spreehöfen.
In Stichworten lässt sich das Ganze so zusammenfassen: sechs Punkrock-Bands, ein gemütlich-trashiges Bowlingcenter, laute Musik, viele tätowierte Männer, Bier für 1,50 Euro und Schnaps aus Wassergläsern.
In regelmäßigen Abständen trifft sich in den Spreehöfen eine Gruppe befreundeter Berliner Punkbands, um gegeneinander anzutreten und um den Sieg zu kämpfen, um Anerkennung und Ruhm. Dabei wird getrunken, gesungen, gejohlt. Manche Bands haben weiblichen Anhang mitgebracht, der aufpasst, dass es nicht zu wüst hergeht. Wer nicht gut genug ist, um sich Hoffnungen auf eine Trophäe zu machen, kann sich über Trostpreise wie einen Wackel-Dieter-Bohlen für die Auto-Rückbank freuen. Die großen Jungs sind dankbar. Außerdem kann man von ihnen lernen. Man erklärt mir, dass die Kugel beim Bowling Ball heißt, die Kegel Pins und dass es darum geht, alle Zehne zu erwischen, nicht alle Neune. Meine Hoffnung auf Live-Musik erfüllt sich leider nicht, aber der DJ macht seinen Job gut und ich erwische mich dabei, wie ich, mit einem Humpen Bier in der Hand, irgendwas von Slipknot mitgröhle. Kein Wunder, alles in diesem Raum ist von einer dicken, schmierigen Schicht Testosteron überzogen, wie soll man sich dem entziehen?
Bowlende Punkrock-Bands – auch, wenn es auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, erweist sich diese Kombination als eine Love Story made in Heaven. Aber Jungs und Bälle haben ja schon immer ganz gut harmoniert.
PS: Jeder, der es schafft, das Wort „Punkrock-Band-Bowling“ fehlerfrei zehnmal hintereinander aufzusagen, bekommt von uns nicht nur Respekt, sondern auch eine Dose Bier. Teilnehmen kann jeder, der persönlich bei uns vorspricht. Oder ein Beweis-Video auf unserer Facebook-Seite postet.
2 Responses to “Passt immer gut – Jungs und Bälle: Punkrock-Band-Bowling in den Spreehöfen.”
Mika says:
22. Mai 2011 um 22:08
Wahnsinns Beitrag.Ich habe einige schöne Denkanstoesse gekriegt. Warte auf neue Beiträge.
Klaus Bender says:
20. Mai 2011 um 12:01
Ich bin der einzig wahre letzte Punk-Rocker in der Werbung. Ob es Zufall ist, bei Shanghai ausgebildet worden zu sein? Ich glaub’ ihr habt eine hohe Affinität zu Krach! Zum Bier melde ich mich mal an….