Meine “Top 4″ der iPad-Magazine

Posted by , Filed under Team-Beiträge, Unser Denken , Mai 17, 2011 , No Comments
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Ist das iPad nur ein überflüssiges Spielzeug oder mehr? – Bei einer Testfahrt quer durch alle Anwendungen konditioniert sich vor allem zweierlei: (1) Es fühlt sich “haptisch” einfach viel besser an als alles bisher Gespürte und (2) es sieht gigantisch aus. Selbst einfache Anwendungen wie Google Maps wirken viel souveräner als auf anderen Geräten. Spiele wie Pinball oder RealRacing zeigen schon heute, was mit Tablets auch in anderen Bereichen möglich sein wird und werden den klassischen Konsolen ganz schön zu schaffen machen. Die meisten klassischen Apps, die wir vom iPhone kennen, suchen allerdings noch ihr angemessenes “Alter Ego” im HD-Format.

Äußerst spannend, wenn auch noch unzureichend vertreten, entwickeln sich die iPad-Magazine. WIRED, das Technologie-Magazin aus den USA, war natürlich eines der ersten im neuen Format. Die Navigation besticht dabei vor allem durch ihre Einfachheit und intelligente Nutzung der technischen Möglichkeiten. So werden Animationen beispielsweise dezent sinnvoll und nicht zum Selbstzweck eingesetzt. Die Mischung aus Stand- und Bewegtbild und scrollbaren Texten macht dabei richtig Spaß und differenziert als Upgrade zur Printausgabe. Und das bei einem günstigeren Preis! Für mich ist WIRED die Referenz schlechthin und daher auf Platz 1.

Sehr schön finde ich auch RED BULLETIN (Platz 2) wegen seiner fulminanten bzw. eleganten Übergänge zum Bewegtbild und THE ICONIST (Platz 3), das sich auch andere Lifestyle-Magazine zum Vorbild nehmen sollten. Auf Platz 4 fällt PROJECT, das smarte Entrepreneur-Magazin von Virgin. Alle anderen, die ich kenne, wie z.B. von DER SPIEGEL, BILD, BRAND EINS und PAGE sind für meinen Geschmack zu konservativ umgesetzt. Da wurden mehr oder weniger die Print-Formate ins iPad kopiert.

Adäquate, d.h. mediengerechte Werbung sucht man wie die Stecknadel im Heuhaufen, obwohl z.B. Amnesty zeigt, dass es ganz simpel und doch effektvoll funktionieren kann. Da erscheint nämlich die Abbildung eines gefolterten Mannes immer wieder, auch wenn man versucht mit dem Finger umzublättern. Aufgelöst wird das erst beim dritten Versuch und der Anmerkung: “Folter verschwindet nur, wenn man etwas dagegen tut.” Zu sehen u.a. in der DIE WELT, einer der besseren Umsetzungen für Tageszeitungen.

PS: Ich freue mich über jeden Tipp, der meine “Top 4″ erweitert.


 

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